Allergene und Pollen


allergens and pollen

Der Klimawandel wird für längere Pollenflugzeiten und höhere Pollenkonzentrationen sorgen. Infolgedessen wird die Zahl der Allergiker steigen. Pollen bestehen aus winzigen „Samen“ oder besser gesagt „Eizellen“, die in Blumen und Pflanzen enthalten sind und durch Wind, Insekten und sogar Vögel in Umwelt und Luft verbreitet werden. Hier handelt es sich um ein Allergen, das die Gesundheit vieler Menschen beeinträchtigt und schwächt.

Die Pollenmenge, die in die Luft gelangt, hängt sowohl von der Art der Blume/Pflanze als auch von der Jahreszeit und dem geografischen Standort der Pflanze ab, wobei die höchste Pollenkonzentration im Allgemeinen im Sommer erreicht wird. Aufgrund des Klimawandels verändern sich Meteorologie und Niederschlagsmuster erheblich: In naher Zukunft wird es mehr heiße als kalte Tage geben und generell werden die Jahreszeiten wärmer sein und die Konzentration von Kohlendioxid (CO2) in der Luft wird sich im Vergleich zu heute erhöhen.

Es gibt mehrere allergische Reaktionen, die durch den Kontakt mit Pollen ausgelöst werden und die den Menschen betreffen: Am Häufigsten tritt zum Beispiel vielleicht Heuschnupfen (auch allgemeiner bekannt als „allergische Rhinitis“) auf. Wenn Allergene, wie z. B. Pollen über die Atemwege (Nase und Mund) in den menschlichen Körper gelangen, werden sie vom Immunsystem als Bedrohung erkannt. Bei der allergischen Rhinitis bekämpft der menschliche Körper das Allergen, indem er bestimmte Chemikalien produziert und freisetzt, die unangenehme und lästige Symptome in der Nase verursachen (laufende und verstopfte Nase sowie ständiges Niesen). Je nach Art des Allergens, das von der Blume oder Pflanze in die Luft abgegeben wird, können die Symptome der allergischen Rhinitis also nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über auftreten und Hunderte von Millionen Menschen sind davon betroffen.

Ein weiteres sehr lästiges Symptom, das durch Blütenstaub verursacht wird, wenn wir ihm ausgesetzt sind, ist die „allergische Konjunktivitis“. Hier handelt es sich um eine Entzündung der Augenschleimhaut, die Rötung, starken Juckreiz und übermäßige Tränenproduktion verursacht. Eine Bindehautentzündung betrifft in der Regel etwa 70 % der Menschen, die bereits an allergischem Schnupfen leiden, während ganz allgemein 30 % der Weltbevölkerung von Bindehautentzündung betroffen sein kann, auch wenn sie noch nie an Rhinitis gelitten hat. Mit Bezug auf Atemwegserkrankungen sind bereits an „Asthma“ leidende Menschen den durch Allergene wie Pollen verursachten Beschwerden am empfindlichsten und stärksten ausgesetzt: Die meisten der stärksten Asthmaanfälle werden, insbesondere in den wärmeren Jahreszeiten, durch Blütenstaub verursacht.

Witterungsverhältnisse können Menge und Saisonalität der Aeroallergene verändern. Die frühe Blüte bestimmter Blumen und Pflanzen, wie z. B. der Eichen, begünstigt eine erhöhte Pollen- und Kohlendioxidproduktion. Deshalb sind auch die steigenden Temperaturen und extremen Niederschläge nicht zu unterschätzen, die beide zu Schimmelbildung und Verschlechterung der Luftqualität beitragen: Unter diesen Umständen kann sich der ohnehin schon prekäre Zustand der Atemwege von Menschen mit Asthma nur noch verschlimmern und akuter werden.

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