Psychische Gesundheit und stressbedingte Störungen


mental disorders

Die Forschung hat gezeigt, dass die Auswirkungen extremer Wetterereignisse auch einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit vieler Menschen haben können, die davon Betroffene für mittlere bis lange Zeiträume begleiten können. Patienten mit früheren oder andauernden psychischen Erkrankungen sowie solche, die sehr ängstlich sind, an Depressionen oder Demenz leiden, sind hier am anfälligsten. Gesundheitsprobleme, insbesondere psychische Probleme, die möglicherweise nach Umwelt- und Klimakatastrophen auftreten, können aber auch Menschen betreffen, die noch nie an Vorerkrankungen gelitten haben.

In jedem Fall sind posttraumatische Belastungsstörungen im Zusammenhang mit katastrophalen Naturereignissen in den betroffenen Bevölkerungsgruppen am weitesten verbreitet. Ein Beispiel hierfür ist einer der heftigsten atlantischen Orkane, der Orkan Katrina. Er traf im August 2005 auf die US-Küste und forderte 1833 Todesopfer. Fast die Hälfte der betroffenen Bevölkerung entwickelte verschiedene Formen von Angstproblemen und etwa ein Viertel eine schwere posttraumatische Belastungsstörung. Psychische Probleme nehmen mit der Zeit an Intensität ab. Bis dies allerdings geschieht, können mehrere Jahre vergehen.

Bereits vorher bestehende Armutszustände, der Verlust von Eigentum (Haus, Wohnung, Job usw.), aber vor allem körperliche Schäden und der Verlust von Familienmitgliedern und Bekannten aufgrund von Umwelt- und Klimakatastrophen wie Erdrutschen, Überschwemmungen, Hitzewellen und Bränden sind potenzielle Auslöser für psychische Störungen. Die Zwangsmigration bestimmter Bevölkerungsgruppen ist hierfür ein typisches Beispiel: Sie verursacht oft erhebliche negative Auswirkungen auf den psychischen und physischen Gesundheitszustand der Menschen. Leider treten derartige Probleme immer häufiger auf, weil die Anzahl heftiger klimatischer Ereignisse, denen die Menschheit seit Jahrzehnten ausgesetzt ist, ständig zunimmt.

Verbesserung des Angebots von psychosozialen Diensten nach Katastrophen (durch gezielte psychologische Unterstützung). Die Ausweitung und Beschleunigung von Versicherungsentschädigungsverfahren für wirtschaftliche Verluste und ganz allgemein die Stärkung der sozialen Unterstützungsnetze sind zweifellos die besten Maßnahmen, um diese gefährlichen Unannehmlichkeiten einzudämmen und zu verhindern. Diese präventiven und unterstützenden Maßnahmen sind sehr wichtig: Psychische Erkrankungen sind ein ernsthaftes soziales Problem, das so weit wie möglich reduziert werden muss.

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